Band zwei ist beim Drucker

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Das eBook ist zwar noch nicht erschie­nen — mea maxi­ma cul­pa — aber dafür kann ist die Print­ver­si­on von »Gott ver­gibt, der Æther nie« seit heu­te beim Dru­cker. Nor­ma­ler­wei­se wäre die inner­halb von sie­ben Tagen ab Auf­trags­be­stä­ti­gung fer­tig und dann zwei Tage spä­ter via UPS bei mir, aller­dings hat books­fac­to­ry im Moment ein Aus­las­tungs­pro­blem.  Das soll den Pro­zess aller­dings angeb­lich nur um maxi­mal drei Tage ver­zö­gern. Wir sind gespannt.

Dies­mal hat sich das Heft­for­mat geän­dert, wir haben jetzt die Aus­ma­ße, die eigent­lich bereits für den ers­ten Band geplant waren, näm­lich die eines Per­ry Rho­dan-Romans. Heft eins soll auch noch in die­sem For­mat nach­pro­du­ziert wer­den.

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In Kürze: Band zwei der Ætherwestern — Gott vergibt, der Æther nie

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Ich freue mich, ver­mel­den zu kön­nen, dass in Kür­ze der zwei­te Band der ÆTHERWESTERN als eBook erschei­nen wird. Er trägt den Titel »Gott ver­gibt, der Æther nie« und ent­hält erneut vier Sto­ries, die auf dem ame­ri­ka­ni­schen Kon­ti­nent der Æther­welt spie­len.

Ent­hal­ten sind fol­gen­de Geschich­ten:

Æther und Schöp­fung
Tan­ja Schier­ding schreibt als
Kel­ly Brown

Blu­ti­ge Stö­cke
Geor­ge P. Schny­der schreibt als
Gior­gio di Sar­ta

Der Fluss schläft nicht
Mar­cus Rauch­fuß schreibt als
Sèa­mus P. Webs­ter

Hmun­ga
Mar­co Ansing schreibt als
Jona­than Alex­an­der Bra­ve

Die gedruck­te Fas­sung wird spä­ter fol­gen.

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Sind Sie eigentlich wahnsinnig? Ein Interview mit Kitty-Grace Cunningham

Kitty Grace CunninghamDas Inter­view mit Kit­ty-Grace Cun­ning­ham führ­te Gert W. Ger­naz, desi­gnier­ter Wes­tern- und Ostern­ken­ner des Bör­sen­ver­eins des deut­schen Wes­tern- und Ostern­buch­han­dels.

GWG: Sehr geehr­te Frau Cun­ning­ham, ich zie­he mei­nen Hut und bedan­ke mich dafür, dass ich Sie mit eini­gen Fra­gen beläs­ti­gen darf.

KGC: Vie­len Dank. Ich bin geehrt … oh, was … las­sen Sie den Hut lie­ber auf … das sieht … kom­pli­ziert aus.

GWG: Der all­ge­mei­ne Tenor ist schon seit Jah­ren, dass nie­mand mehr Wes­tern sehen oder gar lesen will. War­um schrei­ben Sie den­noch etwas in die­sem Gen­re? Sind Sie wahn­sin­nig oder nur rea­li­täts­fern?

KGC: In dem Wort »wahn­sin­nig« ist ja ein »Wahn« dar­in, der mir tat­säch­lich inne­wohnt. Ich wäh­ne näm­lich nichts tot, im Gegen­teil. Der wil­de, wil­de Wes­ten fängt gleich hin­ter Ham­burg an und jeder von uns war schon ein­mal auf die­ser Kreu­zung in Dodge City und kniff die Augen zusam­men, die rech­te Hand ganz nah am elfen­bei­ner­nen Griff des Revol­vers, die Ohren gespitzt auf das klir­ren­de Geräusch der Spo­ren, wel­ches einem sagt, dass die Geg­ner gleich um die Ecke kom­men … und der Schweiß rinnt.
Rea­li­tät? Ja, ich bin ger­ne fern von der Rea­li­tät und wäre sicher lie­ber auf dem Rücken eines treu­en Pfer­des als im Bus des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs. Und eben weil das so ist und Tot­ge­sag­te auch län­ger leben, schrei­be ich Wes­tern und bin mir sicher, dass es auch gele­sen wird.

GWG: Wol­len Sie mir ernst­haft sagen, dass die Wes­tern­ro­ma­ne im Bahn­hofs­buch­han­del wirk­lich jemand kauft? Und dass es »Steam­punk« tat­säch­lich als Gen­re gibt?

KGC: Na, das sind ja gleich zwei Fra­gen auf ein­mal? Die Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen? Das ist eine Form der Bis­tr-O-matic. Ich zitie­re hier:

»Bis­tro­ma­thics its­elf is sim­ply a revo­lu­tio­na­ry new way of under­stan­ding the beha­vi­or of num­bers. Just as Albert Einstein’s gene­ral rela­ti­vi­ty theo­ry obser­ved that space was not an abso­lu­te but depen­ded on the observer’s move­ment in time, and that time was not an abso­lu­te, but depen­ded on the observer’s move­ment in space, so it is now rea­li­zed that num­bers are not abso­lu­te, but depend on the observer’s move­ment in restau­rants.«

Dou­glas Adams; Life, the Uni­ver­se and Ever­y­thing, 1982

Ich pos­tu­lie­re hier­mit, dass Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen, und natür­lich auch Flug­ha­fen­buch­hand­lun­gen, die Zeit in nicht exakt zu errech­nen­dem Aus­maß ver­zer­ren. Ich habe das zuletzt selbst erlebt, als ich wähn­te (hier sind wir wie­der beim Wahn) noch viel Zeit zu haben, um mir Lese­stoff aus­zu­su­chen und mei­nen Namen über die Laut­spre­cher­an­la­ge aus­ru­fen hör­te, um dann flugs irgend­et­was zu grei­fen und los­zu­ren­nen, um den Flie­ger noch zu bekom­men.
So kann es also kom­men, dass man gehetzt nach dem Stän­der mit den Heft­chen mit den bun­ten Bild­chen greift, weil sie leicht in die Hand­ta­sche, Anzu­g­in­nen­ta­sche oder die sty­li­sche Man-Pur­se zu ver­brin­gen sind. Womit ich nicht behaup­ten will, dass der ein oder ande­re nicht auch aus gewis­sen­haf­ter Abwä­gung aller ande­rer Optio­nen (glit­zern­de Vam­pi­re und beben­de gefes­sel­te Frau­en) sich lie­ber für Staub und Dreck im wil­den Wes­ten ent­schei­den wür­de.
Steam­punk? Es gibt Steam­punk genau­so, wie es Bur­ger gibt. Für den Einen sind Bur­ger nur das, was die Ket­ten ver­trei­ben, immer glei­che Kost, die einen fern der Hei­mat glück­lich macht, weil man weiß, was man bekommt: Zahn­rä­der, Kor­setts und eben Dampf. Die Ande­ren wis­sen, dass Steam­punk mehr sein kann, so wie ein lie­be­voll gemach­ter Bur­ger zwar auch das glei­che beinhal­tet, wie das Mas­sen­pro­dukt, aber unend­lich bes­ser schmeckt.
Und ob es Steam­punk wirk­lich gibt? Sicher. Er lebt und dampft. Ernst­haft.

GWG: War­um »Gro­ße Geis­ter­tän­ze«? Und was hat es eigent­lich mit die­sem omi­nö­sen Æther auf sich — und was ver­bin­det die bei­den?

KGC: Der Æther … die­se mys­te­riö­se Sub­stanz, aus der alles ist. Alles. In die­ser win­zi­gen Zeit­span­ne, die der Mensch bewusst in die­sem Uni­ver­sum weilt, kennt er den Æther nicht wirk­lich gut, da des­sen Zeit­ein­heit eher in Äonen gemes­sen wird.
Dem Men­schen begeg­net Æther durch die Zei­ten immer ein­mal wie­der, in den ver­schie­dens­ten Aus­for­mun­gen. War­um? Weil der Æther das Mate­ri­al des Uni­ver­sums ist, und nor­ma­ler­wei­se neh­men wir mit unse­ren Sin­nen nur die Form wahr, die er uns zeigt: so wie wir einen Pull­over sehen und erst durch Anstren­gung die ein­zel­nen Fäden wahr­neh­men, aus denen er gestrickt ist.
Æther löst sich aus dem Wel­ten­ge­we­be durch ver­schie­dens­te Pro­zes­se. Und da kom­men wir zu den Geis­ter­tän­zen: die spi­ri­tu­el­le Ener­gie, die die Urein­woh­ner Ame­ri­kas dar­auf ver­wen­de­ten, die Ein­dring­lin­ge, den wei­ßen Mann, los­zu­wer­den, hat das Gewe­be der Schöp­fung gelo­ckert und Æther frei­ge­setzt. So kam es damals schon ca 1865 zu loka­len Phä­no­me­nen, wie wir sie seit dem Jahr 1900 glo­bal wahr­neh­men: der Æther ver­än­dert Mensch, Tier und Umwelt. Er bringt fan­tas­ti­sche Wesen aus Mythen und Legen­den her­vor, aber auch Mons­ter aus Alb­träu­men.

GWG: Wenn ich die Æther­wes­tern kor­rekt ver­ste­he, erlau­ben Sie ande­ren Auto­ren, sich in Ihre Erfin­dun­gen und Ihre Wel­ten ein­zu­mi­schen. Ich wie­der­ho­le mei­ne Fra­ge: Sind Sie wahn­sin­nig oder nur rea­li­täts­fern?

KGC: (lacht) Bei­des. Obwohl das nur vom Stand­punkt eines Ewig­gest­ri­gen aus so ist. Wir ste­hen an einem Schei­de­punkt. Der Autor, wie es ihn bis vor etwa fünf Jah­ren noch gab, war ein armes Wesen: er tüf­tel­te in sei­nem Käm­mer­lein vor sich hin und muss­te ent­we­der einen Ver­lag bezah­len, damit die­ser sein Mach­werk druck­te, um nach ein paar wei­te­ren ein­nah­me­ar­men Jah­ren zu behaup­ten, es ver­kau­fe sich nicht (war­um bloß?), läge hier nur rum und wer­de ein­ge­stampft, wenn der Autor nicht alle Rest­ex­em­pla­re (also die 479 von 500) auf­kau­fe.
Oder das Auto­r­lein hat sich durch die mit klin­go­ni­schen Schmerz­stö­cken bewaff­ne­te Gas­se von Ver­lags­lek­to­ren bege­ben und Ableh­nungs­schrei­ben zum Früh­stück geges­sen um dann spä­ter zu behaup­ten, es habe sei­nen Cha­rak­ter gestärkt, dass er nun end­lich berühmt sei und die Zei­ten, wo er Rasier­was­ser getrun­ken habe sei­en nun end­gül­tig vor­bei ….
Heu­te … kann ich als Auto­rin ganz anders ent­schei­den, was ich tue. Und ich habe mich ent­schei­den, nicht nur die sozia­len Medi­en bis zum Anschlag zu nut­zen, son­der auch die Syn­er­gie­ef­fek­te, die mir die Zusam­men­ar­beit mit vie­len ande­ren krea­ti­ven Geis­tern mir bringt. Zusam­men schrei­ben wir epi­sche Geschich­ten, die Per­ry Rho­dan über­flü­geln wer­den.

GWG: Ich gehe davon aus, dass Major Per­ry bereits vor Angst zit­tert. Auch das For­mat »Kurz­ge­schich­te« ist bei den Publi­kums­ver­la­gen eher ver­pönt, weil sowas in »good ole ger­ma­ny« angeb­lich kein Coyo­te lesen will und man damit kei­ner­lei Geld ver­die­nen kann. Und sie brin­gen trotz­dem so etwas her­aus? Sind Sie wahn­sin­nig oder nur rea­li­täts­fern?

KGC: Das For­mat der Kurz­ge­schich­te ist völ­lig zu Unrecht ver­pönt. Es ist eine Kunst­form und muss unbe­dingt am Leben gehal­ten wer­den. Und die rea­li­täts­fer­nen Coyo­ten … räu­di­ges Pack: wir füt­tern euch so lang, bis ihr dran erstickt.
Der Wahn sagt mir hier: es gilt nur, den Bedarf zu wecken. Die Kurz­ge­schich­te so amü­sant und hübsch zu ver­pa­cken, wie wir es mit unse­ren lie­be­voll gestal­te­ten Heft­chen tun. Und sie char­mant und wit­zig zu ver­kau­fen.

GWG: Kön­nen wir denn in Zukunft mit wei­te­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen rech­nen, von denen alle wich­ti­gen Per­so­nen in der Buch­bran­che sagen wer­den, dass nie­mand sie lesen wird?

KGC: Auf jeden Fall. So wahr ich Kit­ty-Grace Cun­ning­ham hei­ße. Die wich­ti­gen Per­so­nen der Buch­bran­che bekom­men von mir den Spuck­napf aus dem Saloon und kön­nen sich die brau­ne Kau­ta­bak­spu­cke­brü­he sonst­wo hin schmie­ren. (Viel­leicht machen wir eine Creme dar­aus und behaup­ten, sie mache … intel­li­gen­ter, oder las­se wie­der Haa­re wach­sen.)

GWG: Die­se Æther­welt, die Sie erfun­den haben. Wie kommt man auf sowas? Und es gibt tat­säch­lich Bücher neben den Æther­wes­tern? Und das liest jemand? War­um?

KGC: Ich habe lei­der nicht den blas­ses­ten Schim­mer, wie ich auf die­se Æther-Geschich­te gekom­men bin. Es brauch­te ein­fach was logisch Erklär­ba­res für mei­ne ers­te Buch­i­dee und ich glaub immer noch, dass die zig-tau­send Kurz­ge­schich­ten (sic!) und Roma­ne, die ich in mei­nem Leben gele­sen habe, in mei­ner Fan­ta­sie eine kri­ti­sche Mas­se erreicht hat­ten. Und dann gab es eine Initi­al­zün­dung und »puff«: Æther­hertz war gebo­ren. Und ja, es gibt noch mehr Roma­ne. Wer über Æther­re­so­nanz bis zur Æther­sym­pho­nie durch­hält, bekommt sogar mehr Erklä­rung des Æthers, als ein ein­zel­ner Mensch braucht.
Die Leu­te lesen das natür­lich wegen spo­ra­disch vor­kom­men­der Sex­sze­nen und weil ich kon­se­quent auf Vam­pi­re ver­zich­te, dafür aber knuffi­ge Mann­wöl­fe und Teen­ager-Kat­zen­jun­gen habe.

GWG: Wenn die Æther­wes­tern sich als Flop her­aus­stel­len, was machen Sie dann als nächs­tes? Wie wol­len Sie mit dem Schrei­ben von Phan­tas­tik reich wer­den?

KGC: Wenn das floppt? Ers­tens wird es das nicht, zwei­tens kann ich dann immer noch wie­der auf den Tischen tan­zen (der Saloon hat bis jetzt kei­nen adäqua­ten Ersatz gefun­den und die Saloon-O-matic stol­pert schon). Reich? Jetzt muss ich mal zurück­fra­gen: sind Sie nur wahn­sin­nig oder völ­lig rea­li­täts­fern? Ich ver­kau­fe so wenig Bücher, ich hät­te mehr davon, wenn ich sie zur Iso­la­ti­on mei­nes Hau­ses ver­wen­den wür­de. Wahr­schein­lich wür­de die Heiz­kos­ten­er­spar­nis mehr ein­brin­gen.

GWG: Sie machen das alles »Inde­pen­dent«. Das fin­de ich ulkig. Ohne Ver­lag wird das doch nie was.

KGC: Schön, dass ich Sie erhei­te­re. Es ist tat­säch­lich mög­lich und »with a litt­le help from my fri­ends« wird es auch immer ein­fa­cher. Und bes­ser. »Inde­pen­dent« heißt für mich, ich habe alle Fäden in der Hand. Und abge­ben zu kön­nen, um wesent­lich mehr zurück­zu­be­kom­men … das ist ein Gefühl, das abhän­gig macht.

GWG: Braucht die deut­sche Buch­land­schaft denn tat­säch­lich ernst­haft auch noch Indies? Der Bull­shit, der bei den eta­blier­ten Ver­la­gen erscheint, ist doch bereits unüber­schau­bar?

KGC: Eine Land­schaft besteht aus so vie­len Ele­men­ten … und man ist auch heu­te in der Wald­wirt­schaft wie­der dar­auf gekom­men, dass Zonen, in denen man die Natur ein­fach mal lässt, wie sie will, die­je­ni­gen sind, die das Leben explo­si­ons­ar­tig her­vor­brin­gen. Die Altes wie­der­kom­men lässt. Und wie die Wöl­fe wie­der ein­wan­dern, wird es die geben, die »Huh, wir haben aber Angst« schrei­en, und die, die jubi­lie­ren: »Juhu, end­lich wird viel­leicht wie­der ein Gleich­ge­wicht ent­ste­hen!«.
Die Ver­la­ge haben eine Buch­land­schaft gezüch­tet, die genau das ist: ein gezir­kel­tes Are­al, ein Pracht­bau wie Her­ren­chiem­see oder Neu­schwan­stein. Man kann es sich anse­hen, aber dar­in woh­nen? Und wenn man weiß, dass der Park des Schlos­ses Sans-Sou­ci ein­mal im Jahr gerei­nigt wer­den muss­te, weil die Damen und Her­ren über­all hin gesch… haben, wo es ihnen pass­te, und dass unter Puder und Par­fum die Syphi­lis und ande­re Geschlechts­krank­hei­ten wucher­ten, dann fin­de ich den Ver­gleich ganz pas­send.

Nein. Viel­falt muss ein, und der Misch­ling ist gesün­der als der Ras­se­hund — und oft genug auch cle­ve­rer.

GWG: Also eine Sym­bio­se, ein Zusam­men von Alt und Neu? Hat das jemals funk­tio­niert?

KGC: Ganz groß­ar­tig, und … wenn ich das so rich­tig sehe, dann ist das eine wirk­lich gute Teil-Defi­ni­ti­on von Steam­punk!

GWG: Sehr geehr­te Frau Cun­ning­ham, ich bedan­ke mich für Ihre Zeit! Offen ist immer noch die Fra­ge, ob Sie … aber las­sen wir das bes­ser?

KGC: Ja. Las­sen wir das. Trin­ken wir einen zusam­men. Nein, las­sen Sie das … das ist mei­ne Peit­sche. Nein … Herr Ger­naz … bit­te … Peit­schen­knall (uh … wer hät­te gedacht, dass hier noch »50 Schat­tie­run­gen von Æther« ent­ste­hen?).

Nach­wort: Wir erzäh­len hier sicher­lich kei­ne Geheim­nis­se, wenn wir ver­ra­ten, dass hin­ter dem Pseud­onym »Kit­ty-Grace Cun­ning­ham« die Auto­rin Anja Bagus steht, die die Æther­wes­tern nicht nur zusam­men mit Ste­fan Holz­hau­er her­aus gibt, son­dern auch eine Geschich­te zum ers­ten Band bei­ge­steu­ert hat.

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Ætherwestern-Autoren: Ein Interview mit Al McMurphy alias Andreas Dresen

Andreas DresenIm ers­ten Band der Æther­wes­tern mit dem Titel »Staub und Æther« fin­det sich die Geschich­te »Æther­wood« von Al McMur­phy ali­as Andre­as Dre­sen. Um ihn vor­zu­stel­len führ­te Kit­ty Grace Cun­ning­ham a.k.a. Anja Bagus ein kur­zes Inter­view mit dem Auto­ren, die­ses ist im Fol­gen­den zu lesen.

KGC: How­dy, Mr. McMur­phy. Sie sind ein Chro­nist des Wes­tens. Beson­ders die Gold­grä­ber­stadt Dead­wood hat es Ihnen ange­tan. War­um?

AM: How­dy, Miss Cun­ning­ham! Die his­to­ri­sche Stadt Dead­wood ver­sprüht einen beson­de­ren Charme, wie ich fin­de. Das ers­te Mal auf­merk­sam wur­de ich auf die­se ehe­ma­li­ge Gold­grä­ber­stadt über die Fern­seh­se­rie »Dead­wood« von HBO. Da hat mich nichts mehr gehal­ten, ich habe mein Pferd gesat­telt und bin in den Wes­ten auf­ge­bro­chen. Ein paar Bücher spä­ter, etwas Recher­che in den alten Archi­ven und ein biss­chen Inspi­ra­ti­on durch die his­to­ri­schen Per­sön­lich­kei­ten und schon spross die ers­te Idee für eine Kurz­ge­schich­te in mei­nem Hirn.
Dead­wood ist für mich des­we­gen so inter­es­sant, weil es damals so vie­le bekann­te Figu­ren ange­zo­gen hat. Wild Bill Hickock, Cala­mi­ty Jane oder Gene­ral Cus­ter sind nur eini­ge der schil­lern­den Wes­tern­fi­gu­ren, die sich dort tum­mel­ten.
Ent­stan­den ist die Stadt als ille­ga­les Gold­grä­ber­camp mit­ten im India­ner­ge­biet der Lako­ta. Wenn das nicht Stoff für vie­le Geschich­ten ist?

KGC: Dead­wood ist ja ein hei­ßes Pflas­ter, wenn man das Sumpf­loch so flap­sig beschrei­ben kann. Wird es wei­te­re Sto­ries dort geben?

AM: Viel­leicht?! Gera­de die Mög­lich­keit, den Wes­ten mit Steam­punk zu schmü­cken, hat ja einen beson­de­ren Reiz. Æther, Dampf und Blut … Da »Æther­wes­tern – Staub und Æther« nicht das letz­te Heft gewe­sen sein wird, kann ich mir vor­stel­len, ger­ne noch­mal eine Geschich­te zu der Rei­he bei­zu­steu­ern. Viel­leicht ja auch mal eine län­ge­re?

KGC: Las­sen Sie uns über etwas ganz ande­res spre­chen: Wil­helm­stadt. Ein gewis­ser Andre­as Dre­sen hat die­se wun­der­sa­me Metro­po­le beschrie­ben und damit für eine Men­ge Dampf­druck gesorgt. Aus gut unter­rich­te­ten Quel­len habe ich läu­ten hören, es gäbe dort eine Fort­set­zung und glau­be, Sie wis­sen mehr dar­über. Erzäh­len Sie uns bit­te etwas.

AM: Ger­ne. Wie Sie wis­sen, Miss Cun­ning­ham, bin ich gut befreun­det mit Andre­as Dre­sen. Man könn­te ihn fast als mein Alter Ego bezeich­nen. Obwohl … nun ja, so gut ken­nen wir uns doch nicht. Auf jeden Fall habe ich mich erst kürz­lich mit ihm über eine Fort­set­zung unter­hal­ten. Andre­as Dre­sen steckt schon wie­der knie­tief im Morast die­ser fas­zi­nie­ren­den Stadt.
Nicht weni­ger als der Welt­frie­den ist wohl dies­mal bedroht, wenn man ers­ten Gerüch­ten Glau­ben schen­ken darf. Johan­ne deJ­on­ker, immer noch damit beschäf­tigt, Rache für den Tod ihres Vaters zu neh­men, gerät in die Müh­len der Welt­po­li­tik. Zwi­schen kri­mi­nel­len Machen­schaf­ten ihrer Geg­ner, der hohen Poli­tik des Kai­sers und ihren eige­nen Zie­len, fin­det sie Zeit in die Abgrün­de der Stadt abzu­tau­chen. Alche­my und Mys­tik, Tod und Wie­der­auf­er­ste­hung wer­den ihren Pfad kreu­zen. Und eine der Kern­fra­gen allen Lebens: Wann darf ich end­lich ster­ben?

Und es wird natür­lich Luft­schif­fe geben.

KGC: Dan­ke.

AM: Bit­te.

Mehr über den unge­heu­er viel­sei­ti­gen Andre­as Dre­sen für den geneig­ten Leser zum Stö­bern fin­det man auf sei­ner Home­page.

Bücher:

Ava und die STADT des schwar­zen Engels

Das Buch des Hüters

Sam­son und die STADT des blei­chen Teu­fels

Wil­helm­stadt

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Ætherwestern: Die eBooks sind da

Cover ÆtherwesternEigent­lich ist die Druck­aus­ga­be im Hef­t­ro­m­an­for­mat ja nur ein Gim­mick, weil wir die Æther­wes­tern als Hom­mage an die hohe Zeit der Roman­hef­te in den 1970ern und -80ern sehen. Das eigent­li­che Publi­ka­ti­ons­for­mat ist aus nahe­lie­gen­den Grün­den das eBook.

Bereits seit ein paar Tagen kann der ers­te Band der Æther­wes­tern mit dem Titel »Staub und Æther« bei Ama­zon erwor­ben wer­den. Ab sofort bekommt man die epub- und mobi-Aus­ga­ben auch bei Beam-eBooks. Somit kön­nen auch Lese­ge­rä­te und Kauf­wün­sche abseits der gro­ßen Online­platt­form erfüllt wer­den.

Æther­wes­tern — Staub und Æther bei Ama­zon

Æther­wes­tern — Staub und Æther bei Beam-eBooks

Viel Spaß beim Lesen!

Wei­ter­hin wur­de die­se Web­sei­te am Wochen­en­de mas­siv umge­baut, das ver­wen­de­te CMS wur­de gewech­selt (das alte war eher ein Pro­vi­so­ri­um) und an den Inhal­ten wird gear­bei­tet.

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ÆTHERWESTERN 01 — STAUB UND ÆTHER — das eBook

aetherwesternebook

Ich freue mich, mit­tei­len zu dür­fen, dass nicht nur die Heft-Ver­si­on inzwi­schen in der Dru­cke­rei in Arbeit ist, son­dern in Kür­ze auch die eBook-Fas­sung zur Ver­fü­gung ste­hen wird. Geplant sind im Moment ePub- und azw3- bzw. mobi-Fas­sun­gen; ob ich auch eine PDF-Ver­si­on zur Ver­fü­gung stel­le weiß ich noch nicht. Das hängt wohl auch davon ab, ob eine sol­che gewünscht wird.

»Staub und Æther« wird via Ama­zon und Beam-eBooks ange­bo­ten wer­den, mög­li­cher­wei­se auch noch über wei­te­re Kanä­le, das wer­den wir sehen und hängt davon ab, wie ein­fach die­se Kanä­le beschickt wer­den kön­nen — und ob sie sich loh­nen.

Sämt­li­che Ein­nah­men durch die eBook-Ver­käu­fe gehen an einen wohl­tä­ti­gen Zweck. Wel­cher das genau sein wird, dar­über dis­ku­tie­ren Auto­ren und Her­aus­ge­ber noch. :)

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Demnächst: Erster Band der ÆTHERWESTERNSTAUB UND ÆTHER

Cover ÆtherwesternBei der Æther­ma­nu­fak­tur er­scheint in Kür­ze der ers­te Band der »Heftro­m­an­reihe« ÆTHER­WES­TERN mit dem Ti­tel STAUB UND ÆTHER. Dazu ein paar Hin­ter­grün­de:

Ich hat­te auf Phan­ta­News die Steam­punk-Roma­ne von Anja Ba­gus vor­ge­stellt, die in ei­ner al­ter­na­ti­ven Rea­li­tät spie­len, in der seit 1900 eine merk­wür­dige, grü­ne Sub­stanz na­mens Æther be­gann, über Flüs­sen und Seen auf­zu­stei­gen. Die Sub­stanz kann viel­fäl­tig tech­nisch oder in­dus­tri­ell ge­nutzt wer­den, ver­än­dert aber auch die Krea­tu­ren der Erde — dar­un­ter den Men­schen. An­jas Ge­schich­ten han­deln im Deutsch­land der Kai­ser­zeit, ge­nauer ge­sagt ab 1910 in Baden-Baden und Um­ge­bung. Bis­her sind eine Ro­man­tri­lo­gie und eine No­velle als Self­publis­hing er­schie­nen, in Kür­ze wird ein wei­te­res Buch aus der Æther­welt von ei­nem Ver­lag, näm­lich der Edi­tion Ro­ter Dra­che, her­aus ge­bracht wer­den. Es trägt den Ti­tel WAL­DES­RUH.

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